Versteigerung Verteilungspolitik Vertrag Vertragsfreiheit Vertragshändler Vertragsstrafe

Versteigerung Verteilungspolitik Vertrag, Vertragsfreiheit Vertragshändler Vertragsstrafe
Versteigerung (Auktion): öffentlicher Verkauf einer Sache an den Meistbietenden, z.B. Kunstgegenstände, Teppiche. Zur Feststellung der Qualität, Farbe usw. ist der Interessenvorher auf den genauen Augenschein angewiesen. Im Wechselspiel zwischen Versteigerer und den Kaufinteressenten, die sich durch Hand- heben gegenseitig überbieten, wird der Preis ermittelt. Durch Zuschlag an den Meistbietenden wird der Kaufvertrag geschlossen. Über den Kaufabschluss wird eine Schlussnote angefertigt, die alle wichtigen Vereinbarungen des Kaufvertrags enthält. Eine besondere Form der V. ist die Zwangsversteigerung.

Verteilungspolitik: die staatliche Berichtigung von unerwünschten Entwicklungen, die durch das Marktgeschehen hervorgerufen werden und im Widerspruch v.a. zu sozialpolitischen Zielen stehen. Im Rahmen der Finanzpolitik erfolgt eine Umverteilung z. B. durch unterschiedlich hohe Steuerabzüge (Progression) vom Einkommen. Eine Vermögensumverteilung erfolgt z.B. durch die Erbschaftsteuer, bei der die Höhe der zu zahlenden Steuer von der Höhe des geerbten Vermögens abhängt und so höhere Erbschaften stärker besteuerwerden als niedrigere. Maßnahmen der Umverteilung sind aber auch die Zahlung von Sozialhilfe oder Wohngeld, da sie bedürftigen Haushalten zufließen und ohne eine Gegenleistung erfolgen.

Vertrag: zwei oder mehrseitiges Rechtsgeschäft, das durch übereinstimmende Willenserklärungen, d.h. Angebot und Annahme, zustande kommt. Man unterscheideeinseitige Verträge, die nur einseitig eine Verpflichtung begründen (z.B. Schenkungsversprechen) und gegenseitige Verträge, durch die für beide Teile Forderungen und Pflichten entstehen (z.B. Kaufvertrag).

An einen gültigen V. sind die Beteiligten grundsätzlich gebunden. Sie können sich ihm nur unter bestimmten Voraussetzungen (v. a. durch Anfechtung, Kündigung, Widerruf) entziehen. Die Auslegung des V. erfolgt mit Rücksicht auf die Verkehrssitte (Handelsbrauch, Treu und Glauben). V. sind grundsätzlich formlos. Nur in Ausnahmefällen sind Schriftform oder notarielle Beglaubigung erforderlich. Im Wirtschaftsleben ist der Vertragsabschluss durch Briefwechsel üblich.

Vertragsfreiheit: Recht des Bürgers, Verträge mit jedermann abzuschließen (Abschlussfreiheit) und dabei Form, Inhalt und Vertragsbedingungen frei zu bestimmen (Gestaltungsfreiheit), sofern Gesetze nichts anderes vorschreiben. V. herrschinsbesondere bei schuldrechtlichen Verträgen. Die V. ist wichtigster Ausdruck der staatlich garantierten Privatautonomie des Einzelnen und wesentliche Voraussetzung für freiheitliches Wirtschaftsleben in einer Marktwirtschaft. Grenzen der V. ergeben sich dort, wo der Einzelne vor Missbrauch und Übervorteilung geschützwerden muss. So ist beispielsweise ein Vertrag ungültig, wenn die Vertragsbedingungen der Verkehrssitte (Handelsbrauch, Treu und Glauben) widersprechen.

Vertragshändler: selbstständiger Unternehmer, der durch einen Rahmenvertrag mit dem Hersteller von Waren in dessen Vertriebsorganisation eingegliedert ist, aber im eigenen Namen und auf eigene Rechnung Waren des Herstellers einkauft und weiterverkauft. Der Hersteller räumt dem V. im Gegenzug meist Vorzugsrechte und Gebietsschutz ein.

Vertragsstrafe: Schadenersatz, vertretbare Sachen (fungible Sachen): nach Zahl, Maß oder Gewichtbestimmbare Sachen, beispielsweise Sand, Aktien, Kohlen. Der Kauf von v. S. wird Gattungskauf genannt(Gegenteil: Stückkauf).

Bild von google.de