Währungsreform und Wall Street

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Währungsreform: die völlige Neuordnung des Geldwesens eines Landes, die als Folge einer zurückgestauten Inflation notwendig wird, um den überhöhten Bestand an Geldmitteln in einer Volks-wirtschafabzuschöpfen. Eine W. wurde ab dem 20.6. 1948 in dem Gebiet des heutigen Westdeutschland vorgenommen, als die Reichsmark (Abk. RM) von der D-Mark abgelöst wurde, da die RM während des Zweiten Weltkriegs und in der Nachtkriegszeit als Zahlungsmittel wertlos geworden war. Dabei wurden Guthaben in RM im Verhältnis 100:6,5 und Schulden in RM im Verhältnis 10:1 umgerechnet. Am Währungsstichtag erhielt jede natürliche Person außerdem einen Kopfbetrag von 40 DM gegen RM im Verhältnis 1:1. Völlig anders war dagegen die Situation bei der Einführung des Euro. Hier ging es um einen Zusammenschluss stabiler Währungen in Europa nach marktgerechten Umtauschkursen (Währungsumstellung)

Wall Street: Synonym für die New Yorker Börse. Eigentlich eine Straße in Manhattan, in der die New York Stock Exchange ihren Sitz hat. Wandelanleihe: Schuldverschreibung von Aktiengesellschaften, die mit einem Umtauschrecht in Aktien verknüpft ist. Der Eigentümer kann die W. zu Bedingungen, die bei der Ausgabe festgelegt wurden, in Aktien der AG Umtauschen, und zwar zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum (Wandlungstermin, -frist) und in einem festgelegten Wandlungsverhältnis, manchmal unter Zahlung eines bestimmten Geldbetrages (Wandlungspreis, -prämie).

Wandelschuldverschreibung: die Schuldverschreibung einer Aktiengesellschaft in Form einer Obligation oder auch einer Anleihe (Wandelanleihe), die dem Eigentümer das Recht einräumt, sie zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem vorgegebenen Verhältnis in Aktien dieser Aktiengesellschafumzutauschen. Wegen der Wandlungsmöglichkeit haben W. meist eine niedrigere Verzinsung als gewöhnliche Schuldverschreibungen.

Wareneinsatz: Summe der Einstandspreise der verkauften Waren. Man erhält den W., indem man auf dem Wareneinkaufskonto von den Einkünften den Schlussbestand (Inventur-bestand) abzieht. Da es sich beim W. um eigenen Aufwand für die zu verkaufende Ware handelt, wird er auf dem Gewinn-und-Verlust-Konto ins Soll gebucht(Buchungssatz: Gewinn-und- Verlust-Rechnung an Wareneinkauf).

Warenhaus: großflächiger, mindestens 3 000 m2 einnehmender Einzelhandelsbetrieb, der meist auf mehreren Etagen breite und überwiegend tiefe Sortimente mehrerer Bereiche (z.B. Bekleidung, Sportartikel, Jagdzubehör, Haushaltswaren, Kosmetik, Drogeriewaren, Schmuck sowie off auch Lebensmittel) mit tendenziell hoher Service-intensität und eher höherem Preisniveau an Standorten in der Innenstadt oder in Einkaufszentren anbietet. Dazu kommen Dienstleistungen wie Gastronomie und Reisevermittlung. Die Verkaufsmethode reicht von der Fachbedienung bis zur reinen Selbstbedienung.

Warenkonto: Konto bei der doppelten Buchführung, das früher als gemischtes Konto geführt wurde und heute dem Kontorahmen entsprechend in Wareneinkaufs- und Warenverkaufskonto aufgeteilt ist. Das Wareneinkaufskonto ist ein Bilanzkonto. Im Soll werden Warenanfangsbestand und Warenzugänge zu Einkaufspreisen sowie Bezugskosten gebucht, im Haben Rücksendungen an Lieferer, Nachlässe, Warenentnahmen für private Zwecke sowie der Einkaufswerder verkauften Waren. Das Warenverkaufskonto ist ein Erfolgskonto. Im Soll werden Warenrücksendungen, Nachlässe sowie die verkauften Waren zum Einkaufswert verbucht, im Haben die Warenverkäufe zu Verkaufspreisen.

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