Aufgaben für Welthandelskonferenz und Weltwährungsordnung


Welthandelskonferenz (United Nations Conference on Trade and Development,. UNCTAD): Konferenz der UN für Handel und Entwicklung, am 30.12. 1964 auf Wunsch der Entwicklungsländer durch die UN-Vollversammlung als Unterorganisation der UN gegründet. Sitz ist Genf.

Aufgaben: Hauptziele sind die Förderung des internationalen Handels, v.a. zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, Finanz- und Technologietransfer sowie wirtschaftliche Kooperation zwischen den Entwicklungsländern. Die UNCTAD gibt jährlich u.a. den Trade and Development Report und den World Investment Report heraus.

Organe: Hauptorgane sind die Konferenz der 192 Mitgliedstaaten, die i. d. R. alle vier Jahre stattfindet, und der Handels und Entwicklungsrat, der die Aufgaben der W. bis zu deren nächstem Zusammentreffen wahrnimmt.
www.unctad.org

Weltspartag: Der W. wurde zur Erinnerung an den internationalen Sparkassenkongress von 1924 ins Leben gerufen, zu dem die Cassa di Risparmio di Milano (Mailänder Sparkasse) Vertreter aus 29 Ländern eingeladen hatte. Der letzte Tag des Kongresses, der 31.10., wurde zum W. (Feiertag des Sparens und der Sparer) erklärt. An diesem Tag soll besonders auf den ethischen und volkswirtschaftlichen Wert des Sparens hingewiesen werden.

Weltwährungsordnung: die internationale Ordnung der Währungen entsprechend den Erfordernissen der Abwicklung des internationalen Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehrs. Bis zum Zweiten Weltkrieg basierte die W. überwiegend auf der Goldwährung. Durch das Abkommen von Bretton Woods (Gründung des f Internationalen Währungsfonds, Abk. IWF) wurde 1944/45 eine modifizierte Golddevisenwährung geschaffen: Ausgehend vom US-Dollar (Leitwährung) wurden feste Wechselkurse vereinbart, die von den Staaten nicht willkürlich geändert werden durften. Voraussetzung für das Funktionieren dieser W. waren ausgeglichene Zahlungsbilanzen der Mitgliedstaaten, v. a. der USA.

In den 1960er-Jahren führte die zunehmende Geldentwertung in den Mitgliedstaaten und besonders in den USA zu einem Ungleichgewicht zwischen der Goldparität des Dollars und dem freien Goldpreis, was gravierende Störungen des Weltwährungs- und Welthandelssystems nach sich zog. Die überproportional steigende Zunahme der Verbindlichkeiten der USA seit Ende der 1960er-Jahre veranlasste die USA 1971, die Einlösungspflicht des Dollars in Gold aufzugeben. Nach den IWF-Statuten ist das Gold sei1978 nicht mehr Ausdrucksmittel für den Preis der angeschlossenen Währungen (Demonetisierung des Goldes), stattdessen haben die Staaten ihre Währungen in Sonderziehungsrechten zu definieren.

Weltwirtschaftskrise: allgemein eine Wirtschaftskrise, die weltweit die wichtigsten Wirtschaftsmächte erfasst; im engeren Sinn die Wirtschaftskrise, die sich nach dem New Yorker Börsenkrach am 25.10. 1929 (Schwarzer Freitag) global ausweitete und in Europa überwiegend erst im Zuge der Aufrüstung in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre, in den USA während des Zweiten Welt-kriegs überwunden wurde. Die Krise war gekennzeichnet durch Unternehmenszusammenbrüche, fallende Löhne sowie Massenarbeitslosigkeit bisher ungekannten Ausmaßes in den wichtigsten Industrieländern. Über die Ursachen wird bis heute gestritten: Sicher waren die Überschuldung in den USA, die Konjunkturüberhitzung in Nordamerika und die Schwierigkeiten der extrem verschuldeten großen Staaten Europas (v.a. Großbritannien, Frankreich und Deutschland) auslösende Faktoren.