Erfahren Sie mehr über die Werbeerfolgskontrolle und Werbeplanung

Weltwirtschaft: alle globalen und ökonomischen Verflechtungen und Beziehungen zwischen verschiedenen Staaten der Erde, die durch Außenhandel sowie durch Transaktionen und Bewegungen von Kapital und Arbeitskräften zwischen unterschiedlichen Volkswirtschaften entstehen. Die Entwicklung der W. ist zunehmend mit der Entwicklung des Welthandels (Gesamtheit des Warenverkehrs zwischen allen Ländern der Welt) verknüpft. Der sich intensivierende Prozess der internationalen Arbeitsteilung und des internationalen Handels bezieht sich auf Güter und Dienstleistungen, Finanz- und Realkapital sowie technisches Wissen. Wesentliche Ursache dafür ist der weltweite Abbau von Zöllen und anderen Handelshemmnissen. Wichtigste Akteure der W. sind die multinationalen Unternehmen.

Durch die zunehmende Internationalisierung und Globalisierung in der Wirtschafentstehen aber auch enorme weltwirtschaftliche Ungleichgewichte zwischen einzelnen Staatengruppen. Durch regionale Blockbildungen – in Europa (Europäische Union, Europäischer Wirtschaftsraum), in Nordamerika (NAFTA), in Lateinamerika (Mercosur) und auch im asiatischpazifischen Raum (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftliche Zusammenarbeit) – versuchen diese Staatengruppen, ihre Marktposition im Kampf um die Marktanteile in der W. zu verbessern. So findet über die Hälfte des Welthandels ausschließlich zwischen den westlichen Industrieländern statt. Weltwirtschaftsgipfel: G8-Staaten.

Weltwirtschaftsordnung: formelles und informelles System der weltweiten wirtschaftlichen Ordnung, das auf Ab-kommen, Vereinbarungen, Vorschriften und Gesetzen zwischen den verschiedenen Staaten der Erde gründet und im Zuge internationaler Konferenzen weiterentwickelwird. Im Rahmen der W. soll v.a. ein störungsfreier Weltwirtschaftsverkehr aus Waren, Dienstleistungen und Kapital gewährleistet und der Wohlstand aller Nationen erhöht werden. Die Wirtschaftsordnung eines Staates umfasst alle verbindlichen Regeln und Einrichtungen für den Aufbau und die Abläufe einer Volkswirtschaft. Zugleich wird der Außenhandel eines Landes durch die nationale Wirtschaftspolitik gelenkt und unterstützt.

Für die W. ist eine vergleichbare Beeinflussung jedoch nichtmöglich, weil auf internationaler Ebene beschlussfähige Organe fehlen. Die größten Nutznießer der dadurch entstehenden liberalen W. sind die Industrieländer bzw. die multinationalen Unternehmen, die weltweitagieren und ihre Aktivitäten in allen Ländern der Erde ausbauen. Multilaterale Verträge und eine Vielzahl internationaler Organisationen streben eine Verbesserung der weltwirtschaftlichen Integration an, darunter die Weltbank, die WTO und der Internationale Währungsfonds.

Trotzdem bleiben die Entwicklungsländer im Gegensatz zu den Handelsnationen durch die bestehende W. benachteiligt. So können sie sich in diesen Organisationen z.B. nur schwer durchsetzen, da die Handelsnationen in den meisten internationalen Gremien über eine Stimmenmehrheit verfügen. Aus diesem Grund fordern die Entwicklungsländer seit Anfang der 1970er-Jahre auf internationaler Ebene (UN, Welthandelskonferenz u.a.) eine Neuordnung der Weltwirtschaft.

Werbeagentur: Dienstleistungsunternehmen der Werbewirtschaft, dessen Tätigkeit v.a. Werbeanalyse, Planung und Durchführung von Werbemaßnahmen sowie Kontrolle des Werbeerfolgs umfasst. Dazu gehört auch die Vermittlung zwischen werbenden Unternehmen und den Werbeträgern, beispielsweise Vermittlung von Anzeigen oder Sendezeiten bei Werbefunk und -fernsehen.

Werbeerfolgskontrolle: Messung der Wirksamkeit einer Werbemaßnahme. Zur Beurteilung des Werbeerfolgs werden z.B. Berührungs-, Erinnerungs-, Beeindruckungs- und Aktivierungserfolg herangezogen. Umsatzveränderungen allein sind kein Maßstab des Werbeerfolgs, da diese durch eine Vielzahl von Faktoren bewirkt werden können. Werbemittel: konkrete Ausdrucksform einer Werbebotschaft. W. wirken mittels der Werbeelemente Text, Bild, Ton, Markenzeichen, emotionaler Appell oder rationale Argumentation auf die Umworbenen ein. Man unterscheidepersönliche Werbung (Vortrag, Vorführung, Verkaufsgespräch), grafische/literarische Werbung (Katalog, Anzeige, Plakat, Werbefilm) sowie gegenständliche Werbung (Schaufenster, Aufsteller, Warenproben, Werbegeschenke).

Werbeplanung: systematische Vorgehensweise bei der Werbung zur Verbesserung von Werbewirkung und Werbeerfolg. Zur W. gehören: 1. Bestimmung der Werbeziele bzw. der Zielgruppen; 2. Festlegung der Werbeaussage, des Inhalts der Werbebotschaft; 3. Bestimmung der Werbemittel und der Werbeträger; 4. Festlegung des Werbebudgets, der Geldmittel für die Werbung; 5. Durchführung einer Werbeerfolgskontrolle.

Werbung: allgemein der Versuch der zwang freien Meinungsbeeinflussung durch besondere Kommunikationsmittel; im Rahmen des Marketing ein Instrument der Kommunikationspolitik neben Verkaufsförderung, Öffentlichkeitsarbeit und persönlichem Verkauf. W. hat folgende Funktionen: 1. eine Bekanntmachungsfunktion, indem sie auf Produkte, Dienstleistungen oder Ideen hinweist; 2. eine Informationsfunktion, indem sie auf Merkmale wie Produkteigenschaften, -qualitäten, -Verwendung und -preise hinweist; 3. eine Beeinflussungsfunktion (Suggestionsfunktion), weil W. emotionale Kräfte durch Elemente wie Farben, Bilder und Musik freisetzt, die dem Umworbenen den Eindruck vermitteln, mit dem beworbenen Objekt den Zielen seiner Wunsch- und Traumwelt näher zu kommen; 4. eine Imagefunktion, wenn W. das Werbeobjekt so präsentiert, dass es sich positiv von Konkurrenzprodukten unterscheidet; 5. eine Erinnerungsfunktion, da durch mehrfaches Wiederholen der Werbebotschaft Erinnerungs- und Lernprozesse bezüglich des Werbeobjekts in Gang gesetzwerden.

Bei der Wirtschaftswerbung unterscheidet man W. um öffentliches Vertrauen und Absatzwerbung, die v. a. der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie der Sicherung bzw. Erhöhung des Marktanteils gegenüber Konkurrenten dient. Die Wirksamkeit der W. hängt u.a. ab von der Wahl der Werbemittel (z.B. Anzeigen, Fotos, Werbespots, Warenproben) und der Werbeträger bzw. Werbemedien (z.B. Zeitung, Radio, Fernsehen, Plakatwände, Internet). Bei der Einzel- oder Alleinwerbung wirbt ein Unternehmen allein für seine Leistung; Kollektivwerbung betreiben mehrere Unter-nehmen gemeinsam für ihr Produkt. Nach der Art der Ansprache wird unterschieden zwischen Massenwerbung, die sich an eine größere Personengruppe richtet, und Direktwerbung, die sich gezielt an einzelne Personen wendet.