Details über die Wertstellung und die Wettbewerbsbeschränkungen

Wertstellung (Valutierung): Festsetzung des Tages, ab dem Gutschriften (Zahlungseingänge) oder Belastungen (Zahlungsausgänge) auf einem Bankkonto (z.B. Girokonto) verzinst werden (Valutatag). Die Wertstellung muss nicht mit dem Buchungstag, Zahlungstag oder Ausstellungsdatum des Kontoauszugs übereinstimmen. Fallen bei Buchungsvorgängen im Zahlungsverkehr bankintern oder zwischen Banken die Valutierung von Zahlungseingängen und -ausgängen auseinander, wird dies als Flott bezeichnet. Ein positiver Floatentsteht, wenn ein Konto bei Zahlungsausgängen früh belastet, Zahlungseingänge aber verzögert gutgeschrieben werden. Diese Wertsellungspraxis ist eine Zinsertragsquelle der Banken (zinslose Liquidität), die aber durch die Rechtsprechung stark beschränkwurde.

Wettbewerb: die Konkurrenz der Teil-nehmer auf einem Markt, v. a. der Wettkampf der Verkäufer von Erzeugnissen und Leistungen um die Gunst der Käufer. Freier W. ist wesentliche Voraussetzung und grundlegendes Steuerungsprinzip der Marktwirtschaft. Funktionierender W. soll den Marktteilnehmern Handlungs- und Wahlfreiheiten eröffnen und eine optimale Marktversorgung sicherstellen (Steuerungsfunktion). Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, streben Unternehmen nach möglichst kostengünstiger Produktion. Dadurch fördert W. den technischen Fortschritt sowie das Hervorbringen neuer oder verbesserter Produkte (Innovationsfunktion). Die Grenzen zwischen erwünschtem W. und unlauterem W. (v. a. ruinösem Verdrängungswettbewerb) sind in der Praxis häufig fließend.

Wettbewerbsbeschränkungen: alle Maßnahmen zur Einschränkung oder Aufhebung des Wettbewerbs (Konkurrenz). Zu W. kommt es aufseiten der Unternehmen u.a. durch abgestimmte Verhaltensweisen oder Kartellbildung, durch Boykott, Lieferverweigerung, Preisabsprachen sowie durch Unternehmenszusammenschlüsse. W. sollen durch Gesetze (v.a. das Kartellgesetz) und die Wettbewerbspolitik verhindert werden.

Wettbewerbsfähigkeit: die gegenwärtige Stellung und die zukünftigen Aussichten einer Person, eines Unternehmens, einer Branche oder einer Volkswirtschaft im Wettbewerb an nationalen und internationalen Märkten. In diesem Sinne umfasst W. z.B. auch die Aussichten eines Arbeitslosen am Arbeitsmarkt, die Fähigkeit eines Unter-nehmens, sich gegen andere Anbieter am Markt zu behaupten sowie die Leistungsfähigkeit und wirtschaftliche Dynamik einer Volkswirtschaft in der Weltwirtschaf(internationale Wettbewerbsfähigkeit).

Wettbewerbspolitik: alle staatlichen Maßnahmen, die der Sicherung des Wettbewerbs und dem Abbau von Wettbewerbsbeschränkungen dienen. W. ist Teil der staatlichen Angebotspolitik. Ihr liegt die Idee zugrunde, dass freier Wettbewerb in einer Marktwirtschaft die bestmögliche Verwendung der knappen Produktionsfaktoren garantiert. Der Staat soll daher nur dort in das freie Spiel der Marktkräfte eingreifen, wo Wettbewerbsbeschränkungen (z.B. Kartellbildung, Boykott, Ausbeutung, Unternehmenskonzentration) optimale Wettbewerbsbedingungen verhindern. Zur Bekämpfung der Wettbewerbsbeschränkungen bedient sich die W. verschiedener gesetzlicher Regelungen (Wettbewerbsrecht). Träger der W. ist auf nationaler Ebene der Staa(insbesondere auch das Bundeskartellamt), auf europäischer Ebene die Europäische Kommission.