Workaholic WTO und Wucher


Wohnungsbauförderung: die staatliche Unterstützung des Erwerbs von Wohneigentum durch Steuervergünstigungen, Zuschüsse, Darlehen. Der W. dienen z.B. die Eigenheimzulage und die vermögenswirksamen Leistungen.

Wohnungsbauprämie: staatliche Maßnahme zur Förderung des Wohnungsbaus, die Bausparern nach dem Wohnungsbauprämiengesetz gewährwird. Durch eine Prämie (Bausparprämie) gefördert werden Aufwendungen aus Bausparverträgen und aus Sparverträgen, die dem Wohnungsbau dienen, sofern das Einkommen eine bestimmte Grenze nichtüberschreitet.

Workaholic: arbeitssüchtige Person mit ständigem Verlangen nach Arbeit und Erfolg. Der dadurch entstehende Stress kann zu körperlichen und seelischen Krankheiten führen (z.B. Burn-out-Syndrom) und den normalen Bezug zur Umweltstören.

WTO, World Trade Organization (Welthandelsorganisation): Sonder-organisation der UNO für den Welthandel, die am 15.4. 1994 durch Unterzeichnung des GATT-Abkommens vom 15.12. 1993 gegründet wurde. Sitz ist Genf. Die WTO trat am 1.1. 1995 ins Leben und löste zum 1.1. 1996 das GAT endgültig ab. Der WTO gehören 145 Vertragsstaaten und die Europäische Kommission an. Ziele: Die WTO bildet einen umfassenden vertraglichen und institutionellen Rahmen für die Stärkung der weltweiten wirtschaftlichen Kooperation und die Gestaltung der weltweiten Handelsbeziehungen. Grundlage des Regelsystems bilden verschiedene Verträge (die sog. drei Säulen), wichtige Prinzipien für die Gewährleistung des freien Welthandels sind demnach die Gegenseitigkeit, die Nichtdiskriminierung sowie der Abbau von Handelshemmnissen.
www.wto.org

Wucher: die Ausbeutung der Notlage, des Leichtsinns oder der Unerfahrenheit eines anderen dadurch, dass für die Vermietung von Wohnraum (Mietwucher), Kreditgewährung (Zinswucher) oder sonstige Leistungen Aufwendungen verlangt werden, die in einem auffälligen Missverhältnis zur Leistung stehen. Ein Wucherzins liegt i.d.R. dann vor, wenn der verlangte Zins um das Doppelte über dem marktüblichen Zins liegt, Mietwucher, wenn die Miethöhe weit über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt. Nach dem Strafgesetzbuch gilt W. entweder als Straftat oder als Ordnungswidrigkeit.

Zahlschein: ein Rechnungsformular, das alle Angaben zum Zahlungsverkehr beinhalte(vorausgefülltes Überweisungsformular). Es gibt neutrale Z. und beleglose Z. mit einer vorgedruckten Verwendungszwecknummer.

Zahlungsbedingung: die zwischen einem Gläubiger und einem Schuldner vereinbarte Z. ist Teil der Geschäftsbedingungen und beinhaltet Angaben zu Zahlungsort, Zahlungsweise, Zahlungsabwicklung sowie Zahlungszeitpunkt bzw. -fristen. Bei Kaufverträgen sind die Z. zusammen mit den Lieferungsbedingungen in den allgemeinen Geschäftsbedingungen standardisiert.

Zahlungsbilanz: systematische wertmäßige Aufzeichnung aller ökonomischen Transaktionen, die in einem bestimmten Zeitraum zwischen In- und Ausländern stattgefunden haben. Die Z. gibt Auskunft über Umfang und Entwicklung der internationalen Verflechtung und hat Bedeutung für die Kontrolle der Zahlungsfähigkeit einer Volkswirtschaft.

Nach Art der Transaktionen gliedert sich die Z. in folgende Teilbilanzen: 1. Handelsbilanz: Gegenüberstellung von Warenexporten (Aktiva) und Warenimporten (Passiva); 2. Dienstleistungsbilanz: Gegenüberstellung der Im-und Exporte von Dienstleistungen (z.B. Reiseverkehr, Transportleistungen, Finanzdienstleistungen); 3. Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen: Gegenüberstellung der Einkommen, die Inländern aus dem Ausland bzw. Ausländern aus dem Inland zufließen; 4. Bilanz der laufenden Übertragungen: Gegenüberstellung der empfangenen und der geleisteten unentgeltlichen Übertragungen, die Einfluss auf Einkommen und Verbrauch haben (z.B. Zahlungen an die EU, die UNO, Heimatüberweisungen ausländischer Arbeitnehmer); 5. Bilanz der Vermögens-übertragungen: Gegenüberstellung von Transfers, die zumindest von einer der beteiligten Seiten als einmalig betrachtet werden (z.B. Schuldenerlasse, Erbschaften, bestimmte Investitionszuschüsse); 6. Kapitalbilanz: Gegenüberstellung der lang- und kurzfristigen Forderungen an das Ausland und der Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland; 7. Devisenbilanz: Gegenüberstellung der Auslandsforderungen (v. a. Währungsreserven) und -Verbindlichkeiten der Zentralbank; 8. Restposten: Ausgleichsposten für statistische Ermittlungsfehler und nichterfasste Posten. Handels- und Dienstleistungsbilanz werden zusammen mit der Bilanz der Erwerbseinkommen und der Bilanz der laufenden Übertragungen zur Leistungsbilanz zusammengefasst.

Zahlungsbilanz

Die Z. ist ein Kontensystem, in dem alle Transaktionen prinzipiell doppelgebucht werden. Da grundsätzlich jeder Leistung (z.B. Warenexport) eine entsprechende Gegenleistung (z. B. Zahlung von Devisen) gegenübersteht, ist die Z. rechnerisch stets ausgeglichen; Salden treten nur in den Teilbilanzen auf. Die wirtschaftspolitische Forderung nach einem außenwirtschaftlichen Gleichgewicht ist auf ein Zahlungsbilanzgleichgewicht gerichtet. Gemeint ist damit die Ausgeglichenheit der Teilbilanzen, v.a. der Leistungsbilanz.