Was sind Zahlungsverkehr und Zahlungsverzug


Zahlungsverkehr: Gesamtheit aller Zahlungsvorgänge in einer Volkswirtschaft. Beim baren Zahlungsverkehr werden (im Gegensatz zum bargeldlosen Zahlungsverkehr) Zahlungsmittel zum Ausgleich fälliger Forderungen für empfangene Dienstleistungen und Waren persönlich übergeben.

Zahlungsverzug: Verzug. Zehnergruppe (G-10-Staaten): Gremium innerhalb des Internationalen Währungsfonds, das 1962 gegründet wurde und dem die de facto elf wichtigsten Industriestaaten angehören (USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Belgien, Schweden; sei1984 auch die Schweiz). Ziel der Z. ist die Abstimmung und die gemeinsame Vertretung ihrer währungspolitischen Interessen sowie die gegenseitige Unterstützung bei Zahlungsbilanzproblemen. Die Z. ist das einflussreichste Beratungsgremium für Fragen der internationalen Währungsordnung.

Zeichnung (Zeichnen): schriftliche Verpflichtung (Zeichnungsschein) zur Übertragung (Kauf) eines bestimmten Betrages ausgegebener, zum Kauf angebotener Effekten (z.B. Aktien, Anleihen) aus einer Emission. Nach Ablauf der Zeichnungsfrist werden die Wertpapiere von der Zeichnungsstelle (meist einer Bank) den Käufern übergeben. Bei Über-zeichnung erfolgt eine Zuteilung. Durch ein Prospekt oder eine Zeichnungseinladung werden mögliche Käufer von den Banken über die Zeichnungs-bedingungen (Stückelung, Laufzeit, Verzinsung, Bezugskurs u. a.) informiert.

Zeitarbeit: die befristete Übernahme einer Arbeit. Für Zeitarbeitsverhältnisse gelten die üblichen arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen. Die Bezeichnung Zeitarbeitsverhältnis wird auch verwendet für Arbeitsverhältnisse im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung (Personalleasing) oder aufgrund des Beschäftigungsförderungsgesetzes (z.B. für befristete Arbeitsverhältnisse bei einem bestimmten Projekt).

Zeitstudie: die Analyse und Ermittlung der Dauer von Arbeitsabläufen. Sie dient der Erfassung von Ist Zeiten (Grand-, Warte-, Liege-, Rüstzeiten), aus denen dann eine Normalarbeitszeit je Arbeitsvorgang ermittelt wird. Z. bilden die Grundlage für die Arbeitsplatzgestaltung, Nutzungskontrolle von technischen Anlagen, Leistungsentlohnung, Berechnung von Kosten sowie für die Planung von Produktionskapazitäten und Terminen.

Zentralbank (Zentralnotenbank, Notenbank): die Bank des Staates und der Banken. Z. geben die Banknoten eines Staates aus und sind für die Geld- und Währungspolitik verantwortlich. Aufgaben sind neben der Versorgung der Wirtschaft mit Zahlungsmitteln die Erleichterung der Abwicklung des Zahlungsverkehrs, die Regulierung der Geldmenge entsprechend den Bedürfnissen der Wirtschaft, die Sicherung der Stabilität des inneren und äußeren Wertes der Währung, der Ausgleich der Zahlungsbilanz und die Verwaltung der Währungsreserven. Z. sind letzte Refinanzierangsquelle der Kreditinstitute ( Bank der Banken), sind in die Bankenaufsicht einbezogen, fungieren als Hausbank des Staates (z.B. Abwicklung des Giroverkehrs für den Staat) und übernehmen auch die Vertretung eines Landes bei internationalen Währangsinstitutionen. Z. in Deutschland ist die Deutsche Bundesbank, die allerdings seit Beginn der Europäischen Währungsunion in das f Europäische System der Zentralbanken mit der Europäischen Zentralbank an der Spitze eingebunden ist.