Zentralbankgeldmenge und Zession

Zentralbankgeldmenge (Geldbasis): Art der Geldmenge, die im Gegensatz zum Zentralbankgeld nur den Bargeldumlauf bei Nichtbanken (Bargeld außerhalb des inländischen Bankensystems) und die Einlagen der Kreditinstitute bei der Zentralbank umfasst. Zu den Einlagen der Kreditinstitute gehören deren Guthaben auf ihrem Mindestreservekonto (Mindestreserven) und die darüber hinaus freiwillig gehaltenen Einlagen (Überschussreserven). Die Einlagen dienen den Banken auch als Arbeitsguthaben für den Interbankenzahlungsverkehr.

Zerobonds(Null-kuponanleihen): Anleihen, auf die während der Laufzeit kein Zins gezahlt wird. Statt dessen werden sie weit unter Nennwert emittier(bei längerer Laufzeit ein Disagio bis zu 30%) und zum Kurs von 100 (Nennwert) zurückgezahlt, sodass an die Stelle des Zinsertrags der Kursgewinn tritt(Abzinsungspapiere). Der Kauf von Z. kann deshalb unter steuerlichen Aspekten interessant sein. Z. haben i.d.R. eine lange Laufzeit und unterliegen im Vergleich zu normalen Anleihen stärkeren Kursschwankungen.

Zession: die vertragliche Abtretung einer Forderung (gegenüber einem sog. Drittschuldner) durch einen Vertrag zwischen dem bisherigen Gläubiger (Zedent) und dem neuen Gläubiger (Zessionär). Die Z. dient in den meisten Fällen der Absicherung eines Bankkredits, wobei der Kreditnehmer (Zedent) eine Forderung an die Bank (Zessionär) abtritt. Abtretbar sind grundsätzlich alle bestehenden wie auch in Zukunft entstehen den Forderungen, es sei denn: 1. eine Z. wurde vertraglich ausgeschlossen; 2. es handelt sich um nichtpfändbare Forderungen (z.B. Lohn- und Gehaltsforderungen innerhalb der Pfändungsfreigrenzen); 3. der Inhalt der Forderungen würde sich durch die Z. verändern (z.B. Ansprüche auf Dienstleistungen).

Zielgruppe: ein nach bestimmten gemeinsamen Merkmalen (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, Einkommen, Verbraucherverhalten) ausgewählter Personenkreis, der durch Kommunikationsmedien (z.B. zu Werbezwecken) erreicht werden soll.

Zielkonflikt:
♦ in der Volkswirtschaftslehre das Besitzeinkommen, das den Preis für die Überlassung von Kapital auf Zeit darstellt. Dabei handelt es sich meist um Geldkapital, gelegentlich auch um Sachkapital, z.B. bei der Überlassung einer Wohnung gegen Zahlung eines Mietzinses. Zu unterscheiden sind: 1. Realzins (Güterzins): der Kaufkraftzuwachs des Darlehensbetrages im Verlauf einer Periode zuzüglich des Z. und unter Berücksichtigung inzwischen eingetretener Preisänderungen; 2. Nominalzins (Geldzins): auf den Nennwert von Wertpapieren bezogener Z.; 3. Effektivzins: der aus dem Verhältnis zwischen Zinserträgen und Kaufpreis eines Wertpapiers bezogene Zinssatz.

Eine weitere Unterscheidung ist die zwischen Geldzins und natürlichem Z. Natürlicher Zins ist die Zinsrate, die ein Investor als Nettorendite aus einer Investition erzielt. Nur wenn natürlicher Z. und Geldzins übereinstimmen, ist eine Wirtschaft im Gleichgewicht.
♦ In der Betriebswirtschaftslehre sind zwei Zinsarten zu unterscheiden: 1. kalkulatorische Zinsen, die in der Kostenrechnung auf das betriebsnotwendige Kapital verrechnet werden; 2. Aufwands- und Ertragszinsen, die in der Finanzbuchhaltung gesondert auszuweisen sind und gewöhnlich mit ähnlichen Aufwendungen wie Kreditprovisionen und Wechseldiskonten zusammengefasst werden. Im Bankwesen unterscheidet man auch Aktiv- bzw. Sollzinsen (die vom Kunden für Kredite zu zahlenden Z.) und Passiv- bzw. Habenzinsen (die von der Bank an die Kunden für Einlagen zu zahlenden Z.).
♦ Rechtliches: Die Verpflichtung zur Zahlung von Z. beruh entweder auf einem Vertrag (Vertragszinsen) oder auf gesetzlichen Bestimmungen (gesetzlicher Zins). Der regelmäßige gesetzliche Zinssatz is4 % bei beiderseitigen Handelsgeschäften 5%. Eine Höchstgrenze für vertraglich vereinbarte Z. besteht nicht, jedoch gilt das Verbot des Wuchers. Ansprüche aus Z. verjähren nach vier Jahren.